Bovenschulte: Antisemitismus und Islamfeindlichkeit entgegentreten

Nachricht 02. April 2025

Bremen (epd). Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat beim traditionellen Ramadan-Empfang im Bremer Rathaus Antisemitismus und Islamfeindlichkeit verurteilt. „Wenn Menschen Hass ausgesetzt sind, sie ungerechtfertigt benachteiligt werden, ist das ein Angriff auf unsere Demokratie, ein Angriff auf uns alle“, sagte er am Dienstagabend vor mehreren Hundert Vertreterinnen und Vertretern aus muslimischen Verbänden, Kirchen und der jüdischen Gemeinde sowie aus Politik, Verwaltung und Kultur.

Seit 1998 lädt der Bürgermeister zu diesem Empfang zum Ende des muslimischen Fastenmonats ein, das in diesem Jahr auf den 30. März fiel. Den Abschluss des Ramadan markiert das Zuckerfest, das in diesem Jahr am 30. und 31. März gefeiert wurde.

Je mehr Menschen in einer vielfältigen Gesellschaft neugierig, offen und wohlwollend aufeinander zugingen, desto besser gelinge das Miteinander, sagte Bovenschulte. Mitgefühl, Anteilnahme und Hilfsbereitschaft seien „die besten Waffen gegen Hass und Hetze und den Versuch, unsere Gesellschaft zu spalten“.

Die aktuelle weltpolitische Lage führe dazu, dass Menschen sich ängstigen: Muslime fürchteten sich vor Islamfeindlichkeit und Anschlägen auf Moscheen. Jüdinnen und Juden litten massiv darunter, dass die Zahl antisemitischer Vorfälle in Deutschland extrem gestiegen sei, sagte Bovenschulte: „Wir werden jeder Form von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit weiterhin mit aller Entschiedenheit und Kraft, mit allen Mitteln unseres Rechtsstaats und der Zivilgesellschaft entgegentreten. Islamfeindlichkeit und Antisemitismus haben in Bremen und Bremerhaven keinen Platz.“